zum Inhalt springen

Waldgeheimnis

Waldgeheimnis

Blutiges Kunstwerk

In einer noblen Grazer Gegend wird ein Geschäftsmann ermordet aufgefunden. Die LKA-Ermittler Alina Fink und Alexander Thaler sollen herausfinden, wer den Unternehmer mit dessen Golfschläger getötet hat. Doch der Ausbruch des psychopathischen Serienmörders Nikolas Novak aus der Justizanstalt Graz-Karlau überschattet die Ermittlungen. Wird er sich an Alina rächen, die ihn vor zwei Jahren festgenommen hat? Die Zeit drängt, denn Novak plant ein morbides Kunstwerk – aus der tätowierten Haut seiner Opfer. Während Alina der Aufklärung beider Fälle näherkommt, gerät sie zunehmend selbst in Gefahr.

 

 


Begeisterte Leserstimmen:

»sind hier demnächst nach der Veröffentlichung zu lesen ...«

 

 

 

Leseprobe 1:

Alles verlassen mich. Immer schon. 
Sie nicht. Ich habe sie gezwungen zu bleiben. Als Teil von mir.
Sie gaben ihr Leben und wurden dadurch unsterblich. 
Manche nennen mich ein Monster. Andere sehen mich als Inspiration. 
Ich ein Künstler. Meine Kunst ist morbide, aber originell. Mein Kunstwerk: unvollendet. 
Dies wird sich bald ändern. In meinem Kopf sehe ich es vor mir. Grotesk. Wunderschön. Außergewöhnlich. 
Die Zeit naht. Ein wenig übe ich mich noch in Geduld. Wie eine Katze vor dem Mauseloch. Die Maus ist mir bereits in die Falle getappt. Sie weiß es nur noch nicht. Sie alle wissen nicht ...
Der nächste Brief flattert ein. Und meine Wiederauferstehung beginnt ... 

Leseprobe 2:

Es war ein Versehen. Wer hätte geahnt, wie gut es sich anfühlen würde? Blut klebt an meinen Händen, doch ich bin nicht schmutzig, sondern rein. Frei. Da ist kein Bedauern. Kein Schmerz. Nur Erleichterung.

"Das hast du nun davon!", möchte ich brüllen. Doch ich schweige und koste den Moment aus. Nie mehr wird er sich über mich lustig machen, mich nie mehr verspotten. Meine Zeit im Schatten ist vorbei, dies ist mein Augenblick im Rampenlicht, auch wenn mein einziges Publikum die Blutflecken auf dem Teppichboden und die Staubkörner am Regal sind. Die Bücher darin hat er kein einziges Mal gelesen, da bin ich sicher. Sie dienten nur als Requisite seiner sorgsam errichteten falschen Persönlichkeit. Alles bloß Fassade; wie ein Schauspieler, dessen Drehbuch sein Vater verfasst hat. Fast könnte man Mitleid mit ihm haben. Wäre er nicht so ein Dreckskerl gewesen.

Seine toten Augen starren leer in die Ecke. Blut läuft über seine Stirn. Sein dunkles Haar verbirgt die Kopfwunde in der Dunkelheit. Der einzige Lichtspender ist ein dreiflammiger Kerzenständer. Jazzmusik dudelt aus dem alten Plattenspieler, ein Relikt aus Großvaters Zeiten. Fast käme romantische Stimmung auf, wären da nicht die Leiche und der Golfschläger.